Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) findet die genetische Untersuchung eines Embryos auf eine familiär bedingte, schwere erbliche Erkrankung im Gegensatz zur Pränataldiagnostik vor dem Eintritt einer Schwangerschaft statt, sodass ein eventueller Abbruch wegen eines erkrankten Feten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vermieden werden kann. Für eine PID ist immer eine künstliche Befruchtung (ICSI) notwendig. Wenn sich die Embryonen ein Stück weit entwickelt haben, werden einige wenige Zellen aus der äußeren Hülle des Embryos (Trophoblastzellen) untersucht. Derzeit ist für die Durchführung der PID in Deutschland ein zustimmendes Votum der Ethikkommission der zuständigen Landesärztekammer Voraussetzung. Wir beraten Sie/ Ihre Patient:innen gerne über das Prozedere und begleiten Sie bei den einzelnen Schritten.
Mitglieder des PID-Zentrums Freiburg sind für die humangenetische Seite das SYNLAB MVZ Humangenetik Freiburg (Prof. Dr. med. Jürgen Kohlhase, Dr. med. Eva Wohlleber) und für die reproduktionsmedizinische Seite, die Gemeinschaftspraxis Centrum für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin Freiburg (CERF; PD Dr. med. Birgit Wetzka, Dr. med. Veronika Wolk, Dr. med. Aida Hanjalic-Beck, Dr. med. Stephanie Friebel, Dr. med. Stefanie Meyer) und die Abteilung für Reproduktionsmedizin der Universitätsklinik Freiburg (UFK; Dr. med. Philipp Wiehle).
Die Partner des PID-Zentrums Freiburg können langjährige Erfahrung in der molekulargenetischen Diagnostik einer Vielzahl genetisch verursachter Erkrankungen bzw. in der Betreuung von Paaren mit Kinderwunsch vorweisen. Gemeinsam wurden seit der Zulassung des PID-Zentrums Freiburg im Jahr 2015 bereits über 170 Paare auf ihrem Weg begleitet.
(Stand: März 2026)